Wie stand es in Khao Lak 100 Tage nach dem Tsunami?
Ca. 100 Tage nach dem verheerenden Tsunami vom 26. Dezember 2004 sind wir nach Khao Lak zurückgekehrt.
Das waren nicht Ferien im eigentlichen Sinn; anfangs hatten wir doch sehr mit dem Geschehenen zu kämpfen.
Wir haben unsere ehemaligen Unterkünfte besucht, resp. gesucht. Die Zerstörung ist vor Ort massiv
eindrücklicher als von zu Hause aus dem Sofasessel! Vor allem an der Bang Niang Beach - die wir besonders gut
kannten - hat es nicht mehr viele Anhaltspunkte, wo sich vorher was befunden hatte. Der grösste Teil der
kleinen Ressorts wurde plattgewalzt und am Strand - von dem ein guter Teil mit dem Tsunami ins Meer hinaus getragen
worden ist - wurde nach dem Tsunami wieder neuer Sand aufgeschüttet, um die Anlagen bauen zu können.
(Für Grossansicht auf das kleine Bild klicken)
Es gab aber auch sehr schöne Erlebnisse: Wir lernten viele neue Leute kennen, die leider fast alle
darunter leiden, dass keine Touristen mehr gekommen sind. Olaf und seine Frau Jui zum Beispiel, mussten
sich selber helfen. Olaf ist macht normalerweise während der Saison Touren mit den Touristen. Seit neustem
bietet seine Frau, Jui, in ihrem Bistro ein leckeres Frühstück in verschiedenen Grössen an (normalerweise kriegt man dort
v.a. Kaffee und Kuchen - beides sehr schmackhaft!! - dies nebst einer kleinen Karte sonstiger Leckereien.). In Jui's Bistro lernten wir sehr viele Leute kennen und auch sehr
viel über Thailand und seine Bewohner.
Unter anderem war der Tsunami auch für die dort lebenden Ausländer etwas vorteilhaftes: Sie
rückten näher zusammen, resp. lernten sich erst dadurch kennen.
Wir konnten Joe kennenlernen, der an der Bang Niang ein Steakhaus geführt hatte. Er ist dran sein
Steakhaus von neuem - Stein für Stein - aufzubauen, versichert war ja fast keiner und Geld gibt's
für Ausländer auch nicht. Hier ein Bild, womit er wieder anfängt:
(Für Grossansicht auf das kleine Bild klicken)
Hier noch einige Bilder, wie es nach dem Tsunami in Khao Lak und Umgebung aussah: